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	<title>Kommentare fuer Deutsche-Rundschau</title>
	<link>http://www.deutsche-rundschau.com/drsites</link>
	<description>Unabhängige Zeitung für Deutschsprechende - Blog zur Printausgabe</description>
	<pubDate>Mon, 12 May 2008 05:24:19 +0000</pubDate>
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		<item>
		<title>Kommentar zu Editorial Dezember 2007 / Januar 2008 von Wolfgang Reith</title>
		<link>http://www.deutsche-rundschau.com/drsites/2007/12/04/editorial-dezember-2007-januar-2008/#comment-4</link>
		<dc:creator>Wolfgang Reith</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 10 Feb 2008 19:26:32 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.deutsche-rundschau.com/drsites/2007/12/04/editorial-dezember-2007-januar-2008/#comment-4</guid>
		<description>Völlig richtig weist Elisabeth von Ah auf die Tatsache hin, daß 2006 so viele Menschen Deutschland verlassen haben wie seit 1954 nicht mehr. Und 2007 sind es übrigens noch einmal mehr gewesen, selbst wenn die offiziellen Zahlen noch nicht vorliegen. Die Auswanderer waren vor allem gut ausgebildete junge Menschen, die keine Zukunftsperspektive in Deutschland sahen, was Frau von Ah leider nicht erwähnte.

Ebenso richtig ist die Feststellung, daß klassische Einwandererländer wie Kanada, Australien und Neuseeland bei der Integration von Ausländern einen wesentlich größeren Erfolg vorweisen können als Deutschland. Das gilt aber auch, wie gleichfalls korrekt erwähnt, für Schweden oder die Niederlande. Für das letztgenannte Land allerdings erst seit einigen Jahren, nachdem seine vormals liberale Ausländerpolitik gescheitert war und radikale Änderungen vollzogen wurden. Warum ist das nun in Deutschland anders?

Vor allem die genannten klassischen Einwandererstaaten haben es stets verstanden, gut ausgebildeten Menschen aus anderen Ländern der Welt attraktive Angebote zu machen und damit Perspektiven zu verschaffen. Wer keine Ausbildung vorweisen konnte, wurde gar nicht erst hereingelassen. Die Neuankömmlinge bauten sich dann eine Existenz auf, schafften zum Teil selbst Arbeitsplätze, zahlten Steuern, erlernten die Sprache und integrierten sich so schnell. In Deutschland war es seit Jahren umgekehrt: Man ließ vor allem ungelernte Kräfte samt deren Großfamilien in Scharen herein, die dann oft sofort oder aber nach kurzer Zeit in die Sozialsysteme Eingang fanden, also dem neuen Staat, den sie auch nie als eine neue Heimat betrachteten, auf der Tasche lagen.

Wenn Frau von Ah aus der OECD-Studien zitiert, die Deutschland vorwirft, den ausländischen Schülern keine intensive Sprachförderung zukommen zu lassen, dann ist das bis zu einem bestimmten Punkt sicherlich korrekt. Jahrelang wurden Ausländer in Deutschland damit vertröstet, sie brauchten die deutsche Sprache nicht zu erlernen, denn alle wichtigen Formulare seien auch in den verschiedenen Muttersprachen der Einwanderer vorhanden. Wer daran Kritik übte und von den eingewanderten Ausländern das Erlernen der deutschen Sprache einforderte, geriet in den Verdacht der Fremdenfeindlichkeit und wurde oft sogar in die rechtsradikale Ecke gedrängt. Erst seit wenigen Jahren hat man nun auch in Deutschland begriffen, daß Einwanderer ohne das Erlernen der Sprache keine Zukunft hier haben und bietet verstärkte Sprachförderung an. Leider wird diese aber oft nicht angenommen, weil der ersten und zum Teil auch der zweiten Generation von Ausländern keine Deutschkenntnisse abverlangt wurden und sie nun nicht einsehen wollen, warum ihre Kinder und Enkel - also die dritte hier lebende Generation - plötzlich genötigt werden sollen, Deutsch zu lernen.

Hinzu kommt folgendes: Wie oben schon betont, handelt es sich bei der großen Masse derjenigen, die nach Deutschland strömen, um Menschen aus einem bildungsfernen, ja auch bildungsrenitenten Milieu. Der primitive anatolische Bauer, der zudem noch mittelalterliche Anschauungen mit nach Deutschland transferiert hat und diese hier selbstverständlich ausleben möchte - ohne Rücksicht auf die ihn umgebende moderne Industriegesellschaft - freut sich zunächst, wenn er hier Arbeit findet, er freut sich dann aber nach dem Verlust der Arbeit genauso darüber, daß er mühelos von den Leistungen des Arbeits- und/oder des Sozialamtes leben kann, was in der Türkei undenkbar wäre. Also bleibt er gerne in Deutschland und holt auch noch den Rest der Familie nach, die ebenfalls in die Sozialsysteme einwandert.

Die archaische Lebensweise der Einwanderer insbesondere aus islamischen Staaten ist denn auch das Hauptproblem bei der Nicht-Integration. Oder um es deutlich zu sagen: Mit den zuerst eingewanderten Italienern, Spaniern, Griechen oder Portugiesen hat es in Deutschland von jeher kaum Probleme gegeben. Diese kamen vielmehr erst mit den eingewanderten Türken, den Libanesen und den Zuwanderern aus anderen islamischen Staaten (einschließlich Bosnien und dem Kosovo). Diese Realität hat sich entweder bis zu unseren Politikern noch nicht herumgesprochen, oder aber diese wagen sie nicht offen auszusprechen aus Angst vor dem Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit oder gar der "Deutschtümelei". Deshalb bleibt auch die von der OECD angesprochene "Integration durch Bildung" zumeist Makulatur, denn wer nicht lernen, sich nicht bilden will, wer die Sprache seines Gastlandes nicht erlernen will und es ja sogar auch schafft, ohne Deutschkenntnisse hier relativ gut durchzukommen, der bleibt nicht integrierbar und bildet für alle Zeit einen explosiven gesellschaftlichen Sprengstoff. Ich möchte in diesem Zusammenhang anmerken, daß ich seit vielen Jahren als Schulleiter an einer Schule mit einem Ausländeranteil von inzwischen über 70 Prozent im Duisburger Norden tätig bin, einem sozialen Brennpunkt mit einer Gesamtarbeitslosigkeit von nahezu 30 Prozent und wo fast jeder zweite ausländische Jugendliche ohne Arbeit ist. Ich weiß deshalb nur allzu gut, wovon ich rede...

&lt;strong&gt;Wolfgang Reith, Neuss/Deutschland&lt;/strong&gt;</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Völlig richtig weist Elisabeth von Ah auf die Tatsache hin, daß 2006 so viele Menschen Deutschland verlassen haben wie seit 1954 nicht mehr. Und 2007 sind es übrigens noch einmal mehr gewesen, selbst wenn die offiziellen Zahlen noch nicht vorliegen. Die Auswanderer waren vor allem gut ausgebildete junge Menschen, die keine Zukunftsperspektive in Deutschland sahen, was Frau von Ah leider nicht erwähnte.</p>
<p>Ebenso richtig ist die Feststellung, daß klassische Einwandererländer wie Kanada, Australien und Neuseeland bei der Integration von Ausländern einen wesentlich größeren Erfolg vorweisen können als Deutschland. Das gilt aber auch, wie gleichfalls korrekt erwähnt, für Schweden oder die Niederlande. Für das letztgenannte Land allerdings erst seit einigen Jahren, nachdem seine vormals liberale Ausländerpolitik gescheitert war und radikale Änderungen vollzogen wurden. Warum ist das nun in Deutschland anders?</p>
<p>Vor allem die genannten klassischen Einwandererstaaten haben es stets verstanden, gut ausgebildeten Menschen aus anderen Ländern der Welt attraktive Angebote zu machen und damit Perspektiven zu verschaffen. Wer keine Ausbildung vorweisen konnte, wurde gar nicht erst hereingelassen. Die Neuankömmlinge bauten sich dann eine Existenz auf, schafften zum Teil selbst Arbeitsplätze, zahlten Steuern, erlernten die Sprache und integrierten sich so schnell. In Deutschland war es seit Jahren umgekehrt: Man ließ vor allem ungelernte Kräfte samt deren Großfamilien in Scharen herein, die dann oft sofort oder aber nach kurzer Zeit in die Sozialsysteme Eingang fanden, also dem neuen Staat, den sie auch nie als eine neue Heimat betrachteten, auf der Tasche lagen.</p>
<p>Wenn Frau von Ah aus der OECD-Studien zitiert, die Deutschland vorwirft, den ausländischen Schülern keine intensive Sprachförderung zukommen zu lassen, dann ist das bis zu einem bestimmten Punkt sicherlich korrekt. Jahrelang wurden Ausländer in Deutschland damit vertröstet, sie brauchten die deutsche Sprache nicht zu erlernen, denn alle wichtigen Formulare seien auch in den verschiedenen Muttersprachen der Einwanderer vorhanden. Wer daran Kritik übte und von den eingewanderten Ausländern das Erlernen der deutschen Sprache einforderte, geriet in den Verdacht der Fremdenfeindlichkeit und wurde oft sogar in die rechtsradikale Ecke gedrängt. Erst seit wenigen Jahren hat man nun auch in Deutschland begriffen, daß Einwanderer ohne das Erlernen der Sprache keine Zukunft hier haben und bietet verstärkte Sprachförderung an. Leider wird diese aber oft nicht angenommen, weil der ersten und zum Teil auch der zweiten Generation von Ausländern keine Deutschkenntnisse abverlangt wurden und sie nun nicht einsehen wollen, warum ihre Kinder und Enkel - also die dritte hier lebende Generation - plötzlich genötigt werden sollen, Deutsch zu lernen.</p>
<p>Hinzu kommt folgendes: Wie oben schon betont, handelt es sich bei der großen Masse derjenigen, die nach Deutschland strömen, um Menschen aus einem bildungsfernen, ja auch bildungsrenitenten Milieu. Der primitive anatolische Bauer, der zudem noch mittelalterliche Anschauungen mit nach Deutschland transferiert hat und diese hier selbstverständlich ausleben möchte - ohne Rücksicht auf die ihn umgebende moderne Industriegesellschaft - freut sich zunächst, wenn er hier Arbeit findet, er freut sich dann aber nach dem Verlust der Arbeit genauso darüber, daß er mühelos von den Leistungen des Arbeits- und/oder des Sozialamtes leben kann, was in der Türkei undenkbar wäre. Also bleibt er gerne in Deutschland und holt auch noch den Rest der Familie nach, die ebenfalls in die Sozialsysteme einwandert.</p>
<p>Die archaische Lebensweise der Einwanderer insbesondere aus islamischen Staaten ist denn auch das Hauptproblem bei der Nicht-Integration. Oder um es deutlich zu sagen: Mit den zuerst eingewanderten Italienern, Spaniern, Griechen oder Portugiesen hat es in Deutschland von jeher kaum Probleme gegeben. Diese kamen vielmehr erst mit den eingewanderten Türken, den Libanesen und den Zuwanderern aus anderen islamischen Staaten (einschließlich Bosnien und dem Kosovo). Diese Realität hat sich entweder bis zu unseren Politikern noch nicht herumgesprochen, oder aber diese wagen sie nicht offen auszusprechen aus Angst vor dem Vorwurf der Ausländerfeindlichkeit oder gar der &#8220;Deutschtümelei&#8221;. Deshalb bleibt auch die von der OECD angesprochene &#8220;Integration durch Bildung&#8221; zumeist Makulatur, denn wer nicht lernen, sich nicht bilden will, wer die Sprache seines Gastlandes nicht erlernen will und es ja sogar auch schafft, ohne Deutschkenntnisse hier relativ gut durchzukommen, der bleibt nicht integrierbar und bildet für alle Zeit einen explosiven gesellschaftlichen Sprengstoff. Ich möchte in diesem Zusammenhang anmerken, daß ich seit vielen Jahren als Schulleiter an einer Schule mit einem Ausländeranteil von inzwischen über 70 Prozent im Duisburger Norden tätig bin, einem sozialen Brennpunkt mit einer Gesamtarbeitslosigkeit von nahezu 30 Prozent und wo fast jeder zweite ausländische Jugendliche ohne Arbeit ist. Ich weiß deshalb nur allzu gut, wovon ich rede&#8230;</p>
<p><strong>Wolfgang Reith, Neuss/Deutschland</strong></p>
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	<item>
		<title>Kommentar zu Editorial Dezember 2007 / Januar 2008 von Achim Wolf</title>
		<link>http://www.deutsche-rundschau.com/drsites/2007/12/04/editorial-dezember-2007-januar-2008/#comment-3</link>
		<dc:creator>Achim Wolf</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jan 2008 07:42:49 +0000</pubDate>
		<guid>http://www.deutsche-rundschau.com/drsites/2007/12/04/editorial-dezember-2007-januar-2008/#comment-3</guid>
		<description>Härtere Strafen für kriminelle Jugendliche?

Strafbar zu nennen wäre jedenfalls die Dummheit, Hilflosigkeit, Unwissenheit und Inkompetenz der meisten Politiker und Verantwortlichen bezüglich des Entstehens von Gewalt und bezüglich der Mittel und Wege zur Vermeidung von Gewalt und Aggression.

Härtere Strafen bekämpfen nur die Wirkungen, nicht die wahren Ursachen der Jugendkriminalität. Die Erziehungsverantwortlichen müssen den Kindern von klein auf menschliche Werte und Tugenden vermitteln und vorleben, wie Ehrfurcht und Ehrwürdigkeit, das Wissen um die Gleichheit und Gleichwertigkeit allen Lebens, Respekt, Toleranz, Mitgefühl und Harmonie im Umgang miteinander. Durch das tägliche Üben einer zweckdienlichen, neutralen Meditation kann der Mensch Liebe, Frieden, Freiheit, Ruhe, Freude und Ausgeglichenheit in seinem Inneren schaffen, wodurch er ein gesundes Selbstwertgefühl entwickelt und aus eigener Kraft zu einem wahren Menschen wird, der seine Mitmenschen und alles Leben achtet.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Härtere Strafen für kriminelle Jugendliche?</p>
<p>Strafbar zu nennen wäre jedenfalls die Dummheit, Hilflosigkeit, Unwissenheit und Inkompetenz der meisten Politiker und Verantwortlichen bezüglich des Entstehens von Gewalt und bezüglich der Mittel und Wege zur Vermeidung von Gewalt und Aggression.</p>
<p>Härtere Strafen bekämpfen nur die Wirkungen, nicht die wahren Ursachen der Jugendkriminalität. Die Erziehungsverantwortlichen müssen den Kindern von klein auf menschliche Werte und Tugenden vermitteln und vorleben, wie Ehrfurcht und Ehrwürdigkeit, das Wissen um die Gleichheit und Gleichwertigkeit allen Lebens, Respekt, Toleranz, Mitgefühl und Harmonie im Umgang miteinander. Durch das tägliche Üben einer zweckdienlichen, neutralen Meditation kann der Mensch Liebe, Frieden, Freiheit, Ruhe, Freude und Ausgeglichenheit in seinem Inneren schaffen, wodurch er ein gesundes Selbstwertgefühl entwickelt und aus eigener Kraft zu einem wahren Menschen wird, der seine Mitmenschen und alles Leben achtet.</p>
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